Durch den Fund der Archeologen konnte man einen Einblick in das Leben der Menschen vor 14 700 Jahren bekommen.
Die entdeckten Totenköpfe
In der Ausgrabungsstätte Gough´s Cave, die sich im Südwesten Englands befindet haben die Archäologen eine gruselige Entdeckung gemacht. Die Gegenstände, und nämlich drei Gefäße, waren aus Totenköpfen hergestellt. Die Schädelbecher sind 14 700 Jahre alt. Es sind Knochenüberreste, die von einem Dreijährigen und zwei Erwachsenen stammen und den Cro-Magnon-Menschen gehörten. Diese frühen Leute beschäftigten sich mit der Jagd und mit Sammeln. Sie waren aber auch ausgezeichnete Werkzeugmacher sowie Künstler.
Die komplizierte Herstellungstechnik
Mit Hilfe dieser Funde in Gough´s Cave hat man feststellen können, wie die Gefäße entstanden sind. Die Wissenschaftler bekamen den Einblick in die komplizierte Technik dieser Menschen. Es wurden viele Kerben und Abdrücke entdeckt, die davon berichten, dass die Schädel ziemlich sauber ausgekratzt wurden, das weiche Gewebe musste man entfernen. Das erledigten die Meister gleich nach dem eingetretenen Tod dieser drei Personen. Danach entfernten die frühen Menschen Kiefer- und Gesichtsknochen. Jetzt mussten die Becher ihre Form bekommen, das erreichte man dadurch, dass zur Bearbeitung Steine, aber auch anderes Werkzeug benutzt wurden.
Der Zweck der Schädelbecher
Der mühsame Prozess erfolgte sehr primitiv.
Die Spuren am Schädel zeugen von Kannibalismus, die frühen Menschen hatten die Reste gegessen.
Die Becher mussten wahrscheinlich für einen bestimmten Zweck eingesetzt werden. Die Wissenschaftler vermuten, dass diese Gegenstände für Essen, Blut und Wein bei Ritualen gedacht waren. Es könnte auch ein gruseliges Szenarium abgespielt worden sein.
